Solidarity Concert in Greece!

For the third time we are happy to play in greece again:

16.3. Saloniki
17.3. Athen Katarameno http://kataramenosyndromo.com/


griechenland...

heute kam eine sms von einer bekannten aus thessaloniki, und... naja, es ist immer anders wenn man die leute persönlich kennt... es macht nochmal anders traurig, betroffen und wütend auf all die scheiss lügen der dummdeutschen normalität. und zeigt einfach wie schnell der kapitalismus seine maske fallenlässt, und wie schnell der zerfall geht...

ein kleiner ausschnitt aus der sms:

" ... Things are really going bad day by day. My salary went down and the same goes for almost everybody. Taxation is going higher and higher, inflation and prices goes up, and survival is an everyday issue!! I am sure you hear from the news.

The one of the worst things for me is the psychology of people, because at this moment there no hope and no action from the site of the people. A lot are immigrating and a lot of people turn inwards and commit suicides or try to fight only for themselves!! ..."

unser letzter besuch in griechenland dieses jahr war ja voll der schock... so viele leute die wir schon seit ein paar jahren kannten, bei ihnen gewohnt hatten und freunde geworden sind... jetzt ist nichts mehr mit dem für uns so vertrauten "sich irgendwie durchschlagen" und in der szeneblase aufhalten, sich organisieren ...

die 2. jobs die einige um zu sichereren überleben hatten haben sie schon längst verloren. so wie den 1. oft auch schon oder sie bekommennur noch die hälfte bezahlt oder gar kein geld... und oft können sie sich die wohnung nicht mehr leisten und waren ausgezogen, zusammengezogen oder obdachlos.

das perverse ist dass die wohnungen und häuser jetzt für deutsche so billig sind wie nie zuvor und dort gezielt "investiert" wird...

in theassaloniki fanden wir eine zerstrittene szene die sich in der verzweifelten suche nach alternativen selbst jagd, bedroht oder die leute so ums überleben kämpfen, während die bullen sich freuen dass nun weniger leute die sanspapiers beschützt weil sie jetzt mit sich selbst beschäftigt sind.

sehr eindrücklich auch die zugfahrt von thessaloniki nach athen, übers griechische land: nichts..., ausser ... deutsche und andere multinationalen companys. dafür die milch im supermarkt für 2,50 euro... ( über 60% des bruttoinlandproduktes ging schon vor 2 jahren nach deutschland. )

in athen dann faschos die mit bullen auf motorrädern rumfahren und jagt auf sanspapiers und linke machen, erst haben wir gar nicht gerafft was da grade abgeht, und unsere gastgeber ermahnten uns sehr zügig weiter zu gehen.
dann die im stichgelassene flüchtlinge die dank europa nicht von griechenland wegkommen... und in armut und selbstüberlassenheit ertrinken, ausgeliefert den faschogangs die sie jagen.

dann das bild der bauern die ihre kartoffeln auf den motorhauben anbieten... und... die info dass 1 mio leute schon athen verlassen haben um auf dem land zu leben wo es noch die möglichkeit gibt etwas zu essen anzubauen, der familie zu helfen ... weil es in athen nichts zu wohnen und zu essen gibt. und fast jedeR den wir trafen erzählte dass er/ sie am liebsten das land verlassen würde.

jeder 2. laden ist in dem stadtteil eh verlassen und entglast, der ort an dem wir das konzert gegeben haben wunderschön, aber inmitten einer gegend in der der überlebenskampf nur noch die schore ist, und es so zwischen den herumliegenden spritzen und sich selbst anbietenden ausgemergelten menschen einen kotz- und leichengeruch gab, dass man am eingang es nicht aushielt ohne tuch vor dem mund und schnell durch und türe zu.

es ist wirklich nur ein kleiner ausschnitt... , und hört sich vielleicht für einige völlig unglaublich an. und doch... war es so, und für uns ein schock und hat für uns vieles relativiert und klargemacht... und auch wie schnell es geht dass diese gesellschaft kippt und alle nur noch mit überleben beschäftigt sind.

dann ein zitat am schluss einen monat später aus kroatien als wir im backstage von griechenland erzählten:

einer meinte:
"if greece is poor, so we are dead, but the greek people fight on the street for their right, but we, we are silent... and if the day comes, we know where are our grandparents guns."

puh, das sass... mindestens so wie in slovenien als sie von der zeit erzählten als am wochenende die kroaten von der front ins besetzte haus kamen um punk konzerte zu sehen und beiläufig erzählten dass sie grade von der front kamen.

fortsetzung folgt.
next site